Der Pauliner Kuckuck

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch mit einer Narrenzunft "Die Siechen" , gründete Fritz-Josef Dudenhöffer am 15.Feb.1954 "Die Pauliner" als selbständige Narrenzunft. Im Gründungsjahr veranstalteten sie schon acht Bälle.Im Herbst 1954 wurde schon eine neue Fasnetsgestalt entworfen und in der Fasnet 1955 hatte der Pauliner Kuckuck seinen ersten Auftritt. Lehrer Haller aus Tettnang (erfahren durch das Bemalen des Tettnanger Hopfennarren) stellte sich als Häsmaler zur Verfügung und Bildhauer Ziegler aus Friedrichshafen entwarf und fertigte die Masken. Im Jahre 1958 wurde der Beitritt der "Pauliner und Kuckuck" zum Narrenverein Seegockel beantragt. Als Pate  für diesen Beitritt standen die Seewaldkobolde hilfreich zur Seite und so wurde der Beitritt am 17.09.1958 bestätigt. In  der darauffolgenden Fasnet wurden die Pauliner und Kuckuck beim großen Bürgerball das erste Mal als Vereinsgruppen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Vereinsbeitritt verlangte einige einschneidende Veränderungen. Der Kuckuck wurde zur Hauptmaske und sollte auch attraktiver gestaltet werden. Für diese Aufgabe konnte Professor N. Zuk gewonnen werden. Der Kunst- und Theatermaler übernahm im Jahre 58 die Arbeit von Lehrer Haller und brachte einen gänzlich neuen Stil mit.
Die vielen kleinen Vögelchen wurden bei seiner Malerei durch 7 große Vogelbilder ersetzt. Ebenso wurde von Zuk eine vollkommen neue Krause entworfen. Auch das Narrenschiffchen stammt aus seiner Feder.

Die Anzahl der Pauliner wurde im Laufe der Zeit immer kleiner, bis im Jahre 1965 diese Gruppe verschwand. Ebenfalls 1965 konnte von einem Glockengießer aus Nürnberg das erste "richtig" abgestimmte Geschell bezogen werden. 1966 malte Professor Zuk die ersten Kuckuck-Kindergewänder und legte damit den Grundstock zur Jugendgruppe. Als in den Jahren 1967/68 die Verbindung zu Prof. Zuk abriss, musste in neuer Häsmaler gefunden werde. Nach einem nicht sehr erfolgreichen Versuch mit einem Hobbymaler aus Singen, Herr Lang erklärte sich unser Mitglied Willi Huster im Jahre 1971 bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und bis heute entstanden aus seiner Hand über 125 Häs. Als zusätzliche Bereicherung konnten wir innerhalb der Gruppe 2 weitere Häsmaler gewinnen: Im Jahre 1987 fing Jutta Sturm und 1991 Heiko Hendrischke das Häsmalen an.

zur Homepage der Pauliner Kuckuck

Verein zur Pflege des Volkstums Friedrichshafen e.V.  ¤  Industrieweg 4  ¤  88045 Friedrichshafen