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04.01.2012: Elferrat und Seegockel fiebern der Fasnet 2012 entgegen

„’S goat degega“: Zwar seit Aschermittwoch schon. Aber ab sofort mit Macht. Die Häfler „Seegockel“hocken in den Startlöchern, können den Fasnetsbeginn kaum erwarten. Denn mit der Hexenbefreiung in Hofen am 6. Januar startet die Fasnet – zumindest auf der Straße. Die Verantwortlichen der Narrenzunft haben jetzt ihr Programm für die bevorstehende Saison vorgestellt, aus dem nur so viel schon verraten sei: Es wird gigantisch närrisch werden – und Schlag auf Schlag gehen.
Die Buchhorn-Hexen mit ihrem Hexenmeister Ralf Weber wollen mit der Hexenbefreiung in Hofen und dem anschließenden G’schellabstauben im Graf-Zeppelin-Haus das Fundament für einen gelungen Start in die Saison legen. Programmpunkte in des Häflers bester Stube sind das traditionelle Häsabstauben, eingebunden in ein Bühnenspiel mit Showeffekten. Außerdem werden verdiente Mitglieder geehrt. Gegen 22 Uhr soll es eine kleine Showeinlage geben. Angekündigt ist zudem das Auftauchen von einer oder zwei Lumpenkapellen. Übrigens: Um Mitternacht muss der Auftakt noch nicht zu Ende sein, meint zumindest der Hexenmeister.
Die Fischbacher Fasnet wird dieses Jahr 50 Jahre jung. Unter der Organisation der Bächlesfischer mit Gruppenführer Bernd Wolferseder und der Schalmeienkapelle Fischbach geht es am Samstag, 21. Januar, zum „Bäfiball“ in die Festhalle Fischbach. Am Samstag, 11. Februar, ist im Westend – das vielleicht bald Bad Fischbach heißt – aber erst einmal Narrenbaumstellen angesagt. Um 14 Uhr ist Abmarsch über die Eisenbahn-, Spaltenstein- und Koberstraße zum Schulplatz.



Hexentaufe steht am Mittwoch, 15. Februar, ab 19 Uhr in Hofen auf dem Narrenfahrplan. Bereits ab 18 Uhr bis 20 Uhr wird am Hofener Kreisel bewirtet und beschallt, und zwischen 19 und 20 Uhr wird es dann ernst, wenn es zum Schwur kommt und die Hexentaufe am Hexenbrunnen zelebriert wird, einschließlich Überraschungen. Für die Buchhorn-Hexen ist dieses Ereignis einer der höchsten Feiertage. Schulaustreiben steht am folgenden Gumpigen Donnerstag, 16. Februar, unüberhörbar auf dem Programm. Gleichzeitig ist dieser Tag für die Hästräger der erste Härtetest, denn sie müssen in dreieinhalb Stunden 16 Schulen heimsuchen – und um 14 Uhr fertig sein, denn dann fordert der Rathaussturm mit Narrenbaumstellen auf dem Rathausplatz unter der Regie der Pauliner Kuckuck mit Gruppenführerin Tanja Goldberg und den Seegrendl mit Gruppenführer Peter Franke alle närrische Konzentration. Zur Unterhaltung warten Spiele und Bastelmöglichkeiten für die Kinder sowie generationenübergreifende Verkaufsstände. Wer noch Kondition hat, fährt vor 19 Uhr noch zum Hemedglonkerumzug nach Fischbach. Dort kann er sich dann erholen bis zum Zunftball ab 20 Uhr, der dieses Jahr aus Kostengründen in der Gockelwerkstatt und nicht im GZH stattfindet.
Organisiert durch alle Jugendgruppenführer ist am 17. Februar in allen Sälen des GZH Kinderball angesagt, mit einem zweieinhalbstündigen Programm einschließlich DJ, Spielen auf der Bühne, Schminkecke, Rutschbahn, Zügle und Kasperltheater. Nach dreijähriger Pause steht ab 19 Uhr an der Ecke Olga-/Schlossstraße die Grendltaufe an und ab 20 Uhr der wiederbelebte „Stadtwackel“. Von einem kleinen Zelt in der Altstadt ziehen dann alle Maskengruppen (bis zu 50 Hästräger) und die Schalmeienkapelle „Hupaquäler“ von Wirtschaft zu Wirtschaft.

Ab 10 Uhr sind die Seegockel auf dem Wochenmarkt, wo neben Schunkeln mit den Salatköpf‘ Aktionen rund um die Häfler Fasnet geplant sind. Nicht nur im bewirteten Zelt auf dem Adenauerplatz sind alle Maskengruppen und der Elferrat dabei, auch die Schalmeien „Hupaquäler“ der Narrenzunft spielen auf, und es werden Umzugsabzeichen, Mäskchen, Narrenpüppchen, Kinderpunsch und Hefegockel verkauft.
Am „Großkampftag“ 18. Februar ist ab 7 Uhr Wecken durch die Hästräger im Stadtgebiet angesagt, ab 10 Uhr Zunftmeisterempfang in der Gockelwerkstatt und um 14 Uhr der große Narrensprung durch die Friedrich-, Riedlepark-, Eugen-, Wera- und Friedrichstraße zum GZH mit anschließendem Freundschaftstreffen dort. Zunftmeister Uli Müller und Präsident Ernst Weinert erwarten bis zu 50 Zünfte und 5000 Hästräger und Musikanten in der Stadt.

Nur für die Jugend zwischen zwölf und 18 Jahren ist der Jugendball am Sonntag, 19. Februar, im Graf-Zeppelin-Haus. Kostümierte Narren wären toll, sind aber nicht Voraussetzung. Es herrscht absolutes Rauch- und Alkoholverbot.
Die Seegockel werden das Jugendschutzgesetz rigoros einhalten und fordern die Jugendlichen auf, sich im Internet unter www.partypass.de einen Partypass herunterzuladen, ihn auszufüllen und mit ihm zum Ball zu kommen. Den gibt man am Einlass ab und holt ihn bis 24 Uhr wieder ab. Wer bis dahin nicht den Heimweg antritt, bekommt ein Problem.

Organisiert von Zunft- und Elferrat nähert sich am 21. Februar der Kehraus im GZH mit Musik, Narrengericht und dem traditionellen Gockelmetzgen kurz vor Mitternacht. Am nächsten Tag ist um 11 Uhr dann Brunnenputzen in Hofen, und der Hexenbrunnen wird leider wieder zum Lindenbrunnen rückgebaut.

Für die bevorstehende Narrenzeit hat die Narrenzunft Seegockel nicht weniger als 126 Einladungen für Umzüge und Bälle auf ihren Schreibtischen liegen. Von ihnen werden 17 Zünfte zu deren Umzügen besucht, so geht es beispielsweise für zwei Tage nach Oberkirch im Schwarzwald. Zehn Mal ist man mit etwa 2100 Hästrägern im Bus unterwegs. Darüber hinaus gibt es 35 Termine zur Häsvorstellung in den Häfler Kindergärten und Grundschulen, organisiert von den Jugendgruppenführern.

Gut gebucht ist der Elferrat. Am 4. Februar sind die Mannen bei der Seniorenfasnacht, am 9. bei der Fernsehfasnacht des SWR, am 10. und 11. bei den beiden Bürgerbällen, am 16. beim Zunftball (in der Gockelwerkstatt) und einen Tag später beim Jugendball, am 18. beim Maskenball, am 19. beim Jugendball, am 20. beim „Dirndlball im Alpenrausch“ mit vielen Attraktionen und der Show-Band „Allgäu Power“ sowie am 21. beim Kehraus. Für den Masken- und Dirndlball gibt es ein Kombiticket. Ab dem 9. Januar, 0 Uhr, läuft der Vorverkauf unter www.seegockel.de im Internet. Bürgerball-Karten gibt es ausschließlich im GZH.
„Dschungelball im Gockelstall“: Unter diesem Motto stehen die diversen Bälle, über die noch ausführlich berichtet wird, wie Alex Ulmer, der Sprecher des Elferrates ankündigte.



Ein Highlight sind die neuen Abzeichen – und zwar zum Preis von drei Euro –, die die Seegockel erstmals 2012 auflegen. Die neue Serie startet als Puzzle, das heißt, es wird in den nächsten sieben Jahren sieben Teile geben. Diese zusammengesetzt ergibt das Abbild eines Zeppelins mit den sieben Masken der jeweiligen Narrenzunft darauf. Gestartet wird mit den Fischbacher Bächlesfischern anlässlich deren Jubiläums. Sie feiern 2012 ihr 50-Jähriges. Schon heute bitten Präsident Ernst Weinert und Zunftmeister Uli Müller, sich dem Kauf des Abzeichens nicht zu verschließen. Der Erlös daraus wird dringend benötigt, unter anderem für die Busfahrten zu den Umzügen der befreundeten Zünfte.

(Bericht Schwäbische Zeitung)

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