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28.01.2012: Bächlesfischer feiern ihr 50jähriges Jubiläum in der Gockelwerkstatt

Ein „eingeschworener Haufen mit Spaß an der Fasnacht“, „klein aber oho“, ein Verein mit „imposanter Erscheinung“, der „Höhen und Tiefen erlebt hat“: Selbstbewertung und lobende Einschätzung vieler befreundeter Zünfte haben die Geburtstagsfeier der Fischbacher „Bächlesfischer“ am Samstag in der „Gockelwerkstatt“ geprägt. Männer der ersten Stunde sowie Ehrenpräsidenten wurden Zeugen von Ehrungen durch den Alemannischen Narrenring.

Die enge Verbundenheit zu der Narrenzunft „Seegockel“ war Grund dafür, dass die „Bäfis“ erstmals nach 50 Jahren ihre Gemeindegrenze verließen, um in der Gockelwerkstatt im Hafen zu feiern. Sicherlich einer der emotionalsten Momente anlässlich dieser Feier zum 50. Geburtstag war das Geschenk von Ehrenmitglied Erwin Wicker an Gruppenführer Bernd Wolferseder: Erwin, der zusammen mit seinem Bruder Otto vor 50 Jahren die Zunft aus der Taufe gehoben hatte, vertraute seine Maske – das Original mit der Nummer eins – dem Bächlesfischer-Chef an. Vor zehn Jahren, zum 40., hatte er bereits sein Häs zur Verfügung gestellt. „Ich bin stolz auf euch“, sagte Wicker und erinnerte daran, dass die Zunft aus einer „kleinen Familie“ entstanden sei und heute noch eine Familie sei, nur größer. Familienoberhaupt von derzeit 146 Narrenkindern ist Bernd Wolferseder. Er erinnerte daran, dass es in den 50 Jahren keine Selbstverständlichkeit gewesen sei, den Verein zusammen zu halten. Engagierten Mitgliedern sei es zu verdanken gewesen, dass der Verein auch die schwierige Zeiten Ende der 90er-Jahre überwunden habe. „Wir sind ein eingeschworener Haufen, der Spaß an der Fasnet hat“, mit dieser Einschätzung übergab er das Mikrofon an die Gratulanten. Bürgermeister Peter Hauswald bezeichnete die Bächlesfischer vom Häfler Westend als „imposante Erscheinung“. Die Fischbacher würden einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des närrischen Brauchtums beitragen, so Hauswald.

Landrat Lothar Wölfle machte zu Beginn seiner Grußworte einen Ausflug in die Politik, indem er Martin Hahn (MdL der Grünen) unter den Anwesenden vermisste, denn: „So viel Blödsinn wie Hahn in die letzten Wochen über den Straßenbau verbreitet habe“, das „erzähle man nur in der Fasnacht“. Die Fischbacher Narrenzunft solle „Dankbarkeit empfinden“ für die Leute, die „immer für den Verein da sind“, so die Empfehlung des Landrats. „Wir sind Narren, die das Leben genießen, in guten und in schlechten Zeiten“, Charly Meier, Präsident des Alemannischen Narrenrings, fasste zusammen, was zuvor der Häfler Narrenpräsident, Ernst Weinert, Zunftmeister Ulrich Müller, Alex Ulmer vom Elferrat sowie Vertreter zahlreicher befreundeter Zünfte in ihren Grußworten zum Ausdruck brachten.

Mit „Fischbach a – hoi“ wurden die zu Ehrenden auf die Bühne geholt: Gabi Schuf, Carola Langkönig und Andreas Kelbing, sie erhielten den Hästrägerorden der „Bäfis“. Den Silberkranzorden des Alemannischen Narrenrings wurde an Petra Frohnapfel, Bernd Mosbacher, Stefan Flintrop und Bernd Wolferseder vergeben. Vereinsintern gab es für Carola Langkönig und Susanne Mascht eine Auszeichnung für elf Jahre Mitgliedschaft, Bernd Mosbacher ist bereits 22 Jahre dabei.

(Bericht Schwäbische Zeitung)

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