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11.11.2012: Eine neue Narrengruppe "Die Schwitzkästen" wird gegründet - der 11.11. im Buchhorner Hof


Hätte Oberbürgermeister Andreas Brand nicht von der Gockelmiste eine neue Maskengruppe eröffnet, dann wären es wohl des Präsidenten Ernst Weinert nette Versprecher gewesen, die den 11.11. dominiert hätten.
Begrüßte er nicht nur Franz-Bernhard Bühler als stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse statt als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, er bezeichnete auch Gabriele Freund als Kreiskämmerin. Sie kümmert sich um die städtischen Finanzen. Und schließlich wurde aus Achim Brotzer ein Johannes und aus Johannes Brugger ein Josef – die komplette Grußliste sei hier nicht erwähnt.



Zwar hatte der Elferrat keine neuen Mitglieder aufzunehmen, präparierte Eier und Meerrettich-Knoblauch-gefüllte Esslöffel gab es trotzdem einige zu verteilen. Friedrich Herzog von Württemberg wurde zum Ehrenmitglied ernannt und vier Freundschaftskappen zieren fortan neue Köpfe. Manfred Heim bekam seine, weil die Zusammenarbeit mit ihm und seiner Mannschaft bei Absperrungen, Umzügen Transporten oder ungezählten Gelegenheiten bestens funktioniere. Der Geschäftsführer der Volleyballer, Jürgen Hauke, sollte seine Kappe eigentlich mit dem Trainer Stelian Moculescu gemeinsam bekommen, letzterer aber weilte noch in Berlin. Und Dieter Hornung, der seit vielen Jahren die Elferratskappe trägt, dort aber nicht mehr aktiv ist, bekam nun die rechtmäßige Kappe auf den Kopf. Schließlich war es noch der Regionalchef der Schwäbischen Zeitung Friedrichshafen, Martin Hennings, der Ei und Meerrettich über sich ergehen lassen musste. „Wenn eine Zeitung so ausführlich über die Häfler Fasnet berichtet, dann stehen Personen dahinter, die dies befürworten“, sagte Ernst Weinert und die Redaktion freut sich über die Ehren, die ihrem Chef zu teil wurden.

Höhepunkt dieses Tages jedoch war die Rede von Oberbürgermeister Andreas Brand, der angesichts aktueller Sauna-Debatte eine neue Maskengruppe in die Fasnet einführte: „die Schwitzkästen“. Das Häs, ein kleines Holzhäuschen mit Kopfloch im Dach, bietet es Platz für einen Saunafreund. Es kann gegen 150 Euro erworben werden und darf ganzjährig getragen werden, um an öffentlich zugänglichen Stellen eine individuelle Sauna mit Seeblick zu haben.
Dass darin auch Gemeinderäte in nichtöffentlichen Saunierzeiten im Negerbad Fischbach Platz finden sollen, verschwieg der OB ebenso wenig wie die Möglichkeit, das Häs als modernen Pranger zu nutzen. Erster Leidender war Jürgen Binder für seine Sticheleien in der Schwäbischen Zeitung. der aber hatte auch an MdB Lothar Riebsamen gedacht, doch „als der erfuhr, dass er hier hinein soll, ist er abgehauen“, verriet Binder.


Auch der OB hatte klare Vorstellungen, wen er dort hineinstecken könnte und – wen wundert‘s – die B 31-neu-Verantwortlichen aus Stuttgart und Berlin sowie die Volksvertreter, die aus der Region dorthin entsandt sind, führten diese Liste an. Als Abzeichen gebe es dann rohe Eier für den Umzug, die zu „Riebsamen im Eimantel“, „Eier auf Ram-sauer“, „Ei, Ei, Ei mein Hahn-chen“ oder „Schockenhoff-nungslos mit Ei bekleckert“ führen könnten. Ein Mehrpersonenhäs denkt sich Brand für Angela Merkel, die darin Landes- und Bundespolitiker versammeln könnte und über ihre Worte nachdenken sollte, die sie bei ihrem Besuch in Friedrichshafen sprach: „Es kann doch nicht so schwer sein, 7,5 Kilometer Straßen zu bauen.“

 

 

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(Bericht Schwäbische Zeitung)

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