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12.10.2013: Lukullum-Wirt Walter Hauber übernimmt FGZ-Patenschaft

Ob beim Seehasenfest oder in der Fasnet: Es gab immer Anlässe, zu denen Walter Hauber schon als kleiner Junge den Fanfarenzug Graf Zeppelin gehört hat. Und er hatte von klein auf persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern. „Meine Eltern hatten damals den Hirschen und da hat sich der FGZ zum Stammtisch getroffen“, erzählt der Gastronom. „Damals“ war 1965 und der Fanfarenzug Graf Zeppelin war gerade gegründet worden. Hauber war damals acht Jahre alt. Als er sich 13 Jahre später mit dem „Café Füssinger“ selbstständig machte, folgte ihm die zweite Generation der FGZler in das Lokal in der Siedlung Löwental.
Auf die Idee, selbst bei den „Blauen“, wie die FGZ-Mitglieder wegen ihrer Uniform heißen, mitzuwirken, kam er in all den Jahren nicht: „Ich mag Musik, aber ich habe nie ein Instrument gelernt.“ Den FGZ mochte er immer besonders, hat sogar eine Schallplatte, „die mindestens 30 Jahre alt ist“.
Auch wenn die FGZler ihren Stammtisch mittlerweile in die Gockelwerkstatt verlegt haben, kann Walter Hauber im Lukullum, seit 13 Jahren sein Restaurant, regelmäßig FGZler begrüßen. Durch den Kontakt zu den „Oldies“ im Verein kam die Idee der Patenschaft zustande. Die soll in Form einer finanziellen, aber vielmehr ideellen Unterstützung erfolgen. Einen FGZ-Grillteller hat Walter Hauber auch auf seine Speisekarte genommen.
„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft und dass unsere Arbeit auf diese Weise honoriert wird“, sagt Oliver Platz, Vorsitzender des Fanfarenzugs. „Schließlich repräsentiert unser Fanfarenzug die Stadt Friedrichshafen sowie den Namen und das Lebenswerk des Grafen Zeppelin im In- und Ausland.“ Unter anderem hat der FGZ 1975 an der Steubenparade in New York teilgenommen, an der Friedensparade in Moskau 1992 und an der 3000-Jahrfeier Israels in Jerusalem. Im nächsten Frühjahr begleiten die „Blauen“ die städtische Delegation zur Besiegelung der Städtepartnerschaft nach Imperia. Außerdem hofft der FGZ auf eine Zusage für den Blumenkorso und Karneval in Nizza, der im Februar veranstaltet wird.
Besiegelt wurde die Patenschaft zwischen Walter Hauber und dem Fanfarenzug Graf Zeppelin – wie kann es anders sein – im Graf-Zeppelin-Stüble, das Walter Hauber als großer Bewunderer des Grafen von Zeppelin vor einigen Jahren im Lukullum eingerichtet hat. Übrigens dekoriert mit Original-Geschirr aus dem Nachlass von Otto Manz, dem Koch des Luftschiffes LZ 127 „Graf Zeppelin“. Die „Blauen“ freuen sich über die Paten- und Partnerschaft, können sie doch derzeit jede Unterstützung gebrauchen. „In zwei Jahren steht unser 50. Geburtstag an“, verkündet Oliver Platz stolz. Für das Jubiläumsjahr, dessen Höhepunkt am ersten Juli-Wochenende ein dreitägiges Fest im Uferpark sein wird, laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Einen offiziellen Empfang mit Ehrengästen wird es auch geben. Da ist Walter Hauber als Pate sicher auch eingeladen.

Bericht: Schwäbische Zeitung

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