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06.01.2014: Zunftmeister Uli Müller gibt die Fasnet 2014 frei - Gschellabstauben im Graf-Zeppelin-Haus


Die Fasnet ist besser als jeder Fernsehkrimi. Das Eröffnungsspiel der Hafennarren machte deutlich, dass mehr Spannung und Spaß mit den Figuren der Häfler Fasnet zu haben ist als bei einem Krimiabend vor dem Fernseher. Auf der Bühne saßen zwei junge Mädchen, die es kaum erwarten konnten, dass die Eltern abends ausgehen, damit sie endlich das Programm ihrer Wahl anschauen konnten. So richtig spannend wurde es allerdings nicht. Erst als sie beim „Zappen“ in das Programm geholt und die Häfler Narrengruppen vorgestellt wurden. Mit schaurigen Schwarzlichttänzen angereichert erschienen so nach und nach Seegockel, Seegrendl, Bächlesfischer, Seewaldkobold, Gockelmetzger, Hafennarr, Buchhornhexe und der Jubilar in diesem Jahr, der Pauliner Kuckuck, auf der Bühne. Nach kritischem Blick des Zunftmeisters beschloss dieser: „Okay, so könnt ihr euch sehen lassen. Die Fasnet ist eröffnet“, womit sich die Hupaquäler nicht lange bitten ließen und mit Stimmungsmusik in den Saal marschierten.
Viele Ehrungen standen auf dem Programm. Augustin Reichle, Präsident des Alemannischen Narrenrings, verlieh an zwei Mitglieder den Hästrägerorden und einmal den Hästrägerorden mit Silberkranz. Sein Vorgänger Charlie Meier war ebenfalls dabei, „aber da er ja bekanntlich sehr vergesslich ist, übernehme ich die Ehrungen“. Er spielte damit auf die Verleihung im vorigen Jahr an, als Charlie Meier mit leeren Händen dastand und gestand, dass die Orden es gemütlich und warm hätten, aber eben leider nicht dabei wären. Endi Weinert, Präsident des Seegockel-Vereins, übernahm die Ehrung der Vereinsmitglieder, die seit 40 Jahren im Verein sind, und für Mitglieder, die sich in besonderer Weise für den Verein verdient gemacht haben (siehe Ehrungen). Insbesondere dankte er Lotte Merk. Sie feiert in diesem Jahr nicht nur ihren 80. Geburtstag, sondern auch das 44-jährige Bestehen der „Junghexen“, die sie 1969 mit gründete. „Sie hat immer dafür gesorgt, dass der Brauchtum der Hexenschuhherstellung bei uns heimisch wurde und sie ist einer der treibenden Kräfte bei den Silbergockeln“, sagte Endi Weinert.

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Bericht: Schwäbische Zeitung

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