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22.02.2014: Häfler Bürgerbälle so bunt wie nie zuvor.


Der erste Bürgerball in neuem Format hat die Gäste im Graf Zeppelin Haus begeistert. Viele kamen verkleidet, andere klassisch feierlich, Spaß hatten alle.



Mit neuer Moderation und vielen Auftritten, die zuvor noch nie auf einem Bürgerball zu sehen waren, zeigen die Bürgerbälle, dass sie mit der Zeit gehen. Wenn dann bei den kommenden Bällen noch mehr bunt verkleidete Narren kommen, wird der Bürgerball ein neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen können. Nach dem Eröffnungsspiel mit Gockeln und Pauliner Kuckuck begann das bunte Programm.



Aus der Bodensee-Schule St.-Martin kommen die Mosquitos mit ihrer Keulenjonglage, die durch Lichteffekte beeindruckt und anschließend von den acht Einradfahrerinnen der RRVM in ein neues Kapitel geleitet wird. Tücher, Keulen und Diabolos gehorchen auf der Bühne den Schülerinnen und Schülern, die mit ihrer Show den Zauber sich bewegenden Lichts eindrucksvoll darstellen. Vor der Bühne drehen die Einradfahrerinnen in einer ausgeklügelten und akrobatischen Choreografie ihre Runden.



Die Moderation stemmen Oliver Venus, Karl Haller und Wolfgang Ott – allesamt Seewaldkobolde. Sie moderieren den Abend ganz gemäß des Mottos „Häfler Fasnet – bunt wie nie“ im Clownskostüm und – eingedenk alter Bürgerbälle – im schwarzen Anzug. Auf den Mund gefallen sind sie nicht, bringen Schwung in die Passagen zwischen den Auftritten und beleben mit ihrem Wortwitz die Bürgerbälle.



Paris und Broadway sind nix dagegen. Bänkelgesang mit Huhn serviert Käs vom See. Ob der in den Automaten der künftigen Bäder vor sich hin stinkt, oder zwischen KOH-Senioren-Bar und Colani-Bad wegschmilzt, verraten Sabine Hauke, Angelika Fischer und Marita Hasenmüller alias Push Up’s.



Holger Krezer hat seinen Auftritt beim Bürgerball. Seinen ersten, und der wird spitze. Mit seiner Gockelmisten-Rede begeistert er das Publikum. Auch die Spießgesellen bringen Lokalkolorit ins Programm, singen den kleinen grünen Kaktus mit leicht verändertem Text. Wer das nicht erlebt hat, kann es ab Montag im Internet sehen.
Pause, Musik der Schalmeien und schon wieder Vollgas: Wie aus vier gleich ein Dutzend wird, das zeigt der Elferrat kurz nach der Pause. „Aus vier mach zwölf“ heißt die Nummer, bei dem vier Elferräte an Stangen die Puppen tanzen lassen.



Akrobatisch geht’s weiter mit der Tanzgruppe „Mascarade“, die die Bühne kurzerhand zur Manege verwandelt. Zirkusakrobatik im Harlekinköstüm ist angesagt. Die Choreographie dazu stammt von Anja Lührs-Hofer.
Applaus für die anmutige Nummer, auf die nach dem „D original Ibrige“ mit Mathias Beiter das Showballett „Paradice“ folgt. Kurze Röcke, sexy Kostüme, schnelle Bewegungen – das Ballet zur Musik von Jim Knopf und die Wilde 13 kommt super an. Die Ballettschule von Svetlana Koop macht’s möglich.



Szenenwechsel: Schon hat die „Tusnelda von der Geisterbahn“ das Sagen. Rosa Bütt, schwarze Perücke, und viel Gags in der Hosentasche: Rainer Bentele quatscht über Sexsteuer und das Karl-Olga-Haus.
Mit dem Männerballett der Buchhornhexen zum Musiktitel „Im Prater blühn wieder die Rosen“ geht’s aufs Finale zu, allerdings nicht, bevor Maria und Helmut Wild ihren obligatorischen Auftritt haben. Seit Jahrzehnten stehen sie beim Bürgerball auf der Bühne, singend, witzelnd, frotzelnd. Das kommt an.


Bericht: Schwäbische Zeitung

 

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