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03.06.2014: Karl Haller zum Vizepräsident gewählt - Hauptversammlung des Verein zur Pflege des Volkstums Friedrichshafen e.V..

Anfangs ist Peter Pietrucha das närrische Treiben in den Häfler Straßen ziemlich suspekt gewesen. „Ich bin ja eigentlich ein Nordlicht“, sagt er. Nach einigem Zögern ließ er sich von seiner Frau Helga trotzdem zum Kehraus im Graf-Zeppelin-Haus überreden. Das sollte ja nur vier Stunden dauern. Aus vier Stunden wurden inzwischen knapp 40 Jahre. Peter Pietrucha trat den Buchhorn-Hexen bei und ließ sich von Anfang an bei den Seegockeln ins Ehrenamt verpflichten. „Für mich ist Ehrenamt eine Selbstverständlichkeit. Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück“, sagte Pietrucha am Dienstagabend in der Gockelwerkstatt, als er bei der Hauptversammlung des Vereins zur Pflege des Volkstums zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Anlass für diese hohe Auszeichnung war der Rückzug Pietruchas aus dem Amt des Vizepräsidenten, das er zehn Jahre lang bekleidet hatte. Obwohl er viel Spaß in diesem Amt gehabt habe, wolle er nun mit seiner Frau den Ruhestand genießen, sagte Pietrucha. Die Vereinsmitglieder verabschiedeten ihn gebührend mit im Stehen mit Applaus.
Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige Gruppenführer der Seewaldkobolde, Karl Haller, mit überwältigender Mehrheit gewählt. Stefan Rieser wurde einstimmig im Amt des Kassierers bestätigt. Vom Tag der Bürgergarde, über das Seehasenfest, die gesamte Fasnet bis hin zum Auftritt des Fanfarenzugs Graf Zeppelin bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Imperia hielt Präsident Ernst Weinert einen Jahresrückblick, der keinen einzigen Kritikpunkt beinhaltete. Das Vereinsheim konnte durch Spendengelder mit einem Treppenlift versehen werden und ist nun behindertengerecht. Schriftführer Michael Auer setzte seine Idee von einem neu gestalteten Mitteilungsblättle mit viel Erfolg um. Höhepunkte der vergangenen Narrensaison waren die Narrengeburtstage 60 Jahre Pauliner Kuckuck und 44 Jahre Junghexen. „Besonders hat mich wieder das Engagement der Zunftjugendgruppenführer beeindruckt“, sagte Ernst Weinert.
Der Höhepunkt im kommenden Jahr wird das Jubiläum 50 Jahre Fanfarenzug Graf Zeppelin sein. Oliver Platz und seinen 64 aktiven Spieler konnten Herzog Friedrich als Schirmherrn gewinnen. Der Festakt wird also im Schloss in Friedrichshafen stattfinden. Die Zunft widmet dem Fanfarenzug das Umzugsabzeichen 2015. Wenn am Fasnetsamstag der große Narrensprung in Friedrichshafen stattfindet, sollen daran auch 100 ehemalige FGZ-ler teilnehmen. Präsident Ernst Weinert benannte auch noch andere Zukunftsthemen: „Wir basteln noch an einem neuen Vereinslogo. Ein einheitliches Erscheinungsbild soll unseren Verein in der Öffentlichkeit schneller und besser erkennbar machen.“ Auch das Thema Narrenbrunnen steht noch immer auf der Tagesordnung. „Ich bin gespannt, wann das Signal der Stadt kommt“, sagte Weinert. So lange soll jedenfalls auch das Thema Beitragserhöhungen noch nicht aufgegriffen werden.

Sie wurden für Engagement und langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet: (von links) Präsident Ernst Weinert.
Die Geehrten: Otto Arnold, Siegfried Stauber, Willi Huster, Elisabeth Brauchle, Franz Wenger, Karl-Heinz Münzer,
Helmut Wild, Otto Ruess und Egon Zähringer.

Bericht: Südkurier

 

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