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11.11.2015: Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr haben die Häfler Narren beim Frühschoppen die Fasnet Saison eingeläutet!

Schlag elf Uhr elf hat Ernst Weinert gestern zur Narrenschelle gegriffen und im Buchhorner Hof mit „Gockelores“ und „ruckzuck - einen großen Schluck“ die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Die Narrenschelle gab der Präsident des Vereins zur Pflege des Volkstums dann aber nicht wie gewohnt an Werner Böhmer, sondern erstmals an Wolfgang Ott weiter, der ist nämlich fortan neuer Büttel der Narrenzunft Seegockel. Das neue Vereinslogo wurde ebenfalls präsentiert. Der Präsident enthüllte die Symbole der vier Abteilungen und einen verjüngten Seegockel mit etwas weniger Wasser unterm Bauch. Doch ehe er über Kosten sprechen konnte, rief Oberbürgermeister Andreas Brand bereits: „Von d´r Stadt gibt's au diesmol nix!“ Brand verwies darauf, dass die Bürgermeister ja bereits ohne Honorar auftreten würden und dass sich obendrein „ein übler Narr von blauem Blut falsche Hoffnungen auf die Stiftungsgelder mache“.

Landrat Lothar Wölfle dagegen hat für die Narren voller Euphorie die Reste aus der Kreiskasse geplündert, denn ihm sei zu Ohren gekommen, dass die Seegockel den Umzugsweg zur Integration der Asylbewerber in den Fallenbrunnen verlegt hätten. Letztere machen auch Elferratschef Jacky Deppler Sorge: wegen der Sprachbarrieren und weil so mancher befreundete Narrenverein die Festhallen in der kommenden Fasnet wohl nicht nutzen kann. Er hat auf der Suche nach Ersatz bereits ein Auge aufs Landratsamt und die Fraktionsräume im Rathaus geworfen. Jetzt, nachdem der Rathauschef seine Freundschaftskappe wieder gefunden hat, sind die Elferräte versöhnt. Wenig lustig fanden sie es allerdings, dass die Ehrenkappe vom ehemaligen Landrat Wolfgang Sigg während des Frühschoppens auf dem Haupt einer Dame landete. Ein Vergehen, das auf der Stelle geahndet wurde und Sigg ein Fass Bier kostet.

Dass ausgerechnet der Erste Landesbeamte Joachim Kruschwitz noch immer keine Freundschaftskappe besitzt, wurde stehenden Fußes geändert und auch der Vorsitzende vom Seehasenfestausschuss, Hermann Dollak, wurde gestern in den erlauchten Kreis der Ehrenkappenträger aufgenommen. So ein Ehrenkappenträger ist auch der Häfler Bäder-Architekt Josef Wund, der in die „Gockelmiste" eingeladen war. Von „Ehrenkäs" beflügelt und angeregt durch hochgeistige Betrachtungen seiner Vorgänger, hat Josef Wund auf höchst närrischem Niveau die Gesellschaft am Beispiel eines Narrenvereins beleuchtet und dem Ehrenamt prompt den „Roten Punkt“ erteilt.

Bericht Andrea Fritz


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