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06.01.2016: Die Fasnet 2016 ist eröffnet - Gschellabstauben im Graf-Zeppelin-Haus

Auf Industrie 4.0 folgt jetzt Fasnet 2.0. Doch während die Industrie die Digitalisierung vorantreibt, schneiden die Häfler Narren alte Zöpfe ab. So wollen Seegockel, Hafennarren und Co. künftig mit mehr Dramatik in die Ballfasnet einsteigen. Kurzum: Mit Hexentanz geht’s los, und der Seegockel erscheint künftig zum Auftakt der Fasnet stets beim Abstauben. „Das ist auch konsequent. Wenn der Gockel am Ende der Fasnet gemetzgert wird, soll er auch gleich zu Beginn dabei sein“, sagte Zunftmeister Oli Venus vor Hunderten Narren, denen dieses Jahr eine knackig, kurze Fasnet von sechs Wochen bevor steht. Also Ärmel hochkrempeln – weitere Veränderungen stehen an.

Mehr Zuschauer sollen am „Gumpige Donnschtig“ den Rathaussturm und das Aufstellen des Narrenbaums mitverfolgen, wie Venus sagte. Dazu wollen die Narren Kinder engagieren, in einem Umzug den Narrenbaum vors Rathaus ziehen. Und überhaupt wollen sie den Narrenbaum mehr in den Mittelpunkt stellen. „Im vergangenen Jahr waren beim Rathaussturm gerade mal geschätzt 200 Zuschauer da. Das ist zu wenig“, so Venus während einer lockeren Plauderrunde auf der Bühne mit Vizepräsident Karl Haller, Elfer-Chef Thomas Deppler, Elferrats-Vize Uwe Harting und und Hupaquäler-Chef Marc Landsgesell.

Zuvor hatten Friedrichshafens Narrenpräsident Ernst Weinert den verstorbenen Zunftmeister Uli Müller wegen seiner außerordentlichen Verdienste posthum die Ehrenmitgliedschaft der Narrenzunft verliehen. „Unser Verein war seine Aufgabe“, sagte Weinert. „Wir wollen, dass Uli in unserer Vereinsgeschichte seinen verdienten Platz bekommt. Sein Name wird immer mit unserem Verein verbunden sein.“ Damit nicht genug: Mit der nachträglichen Ernennung zum Ehrenzunftmeister wolle die Zunft, so Venus, die Dankbarkeit und Anerkennung für Müllers Wirken ausdrücken. Gleichzeitig soll damit die „tiefe Verbundenheit zwischen ihm und der Narrenzunft Seegockel auch über den Tod hinaus zum Ausdruck“ gebracht werden. „Uli war nicht nur ein Narr, er war auch ein Vollblutvereinsmensch“, sagte Zunftmeister Oli Venus. „Uli war ein Zunftmeister, wie er im Buche steht: niemals abgehoben, immer da – für jeden. Sein Einsatz und sein Engagement innerhalb der Zunft und des Vereins waren herausragend und vorbildlich.“

Der Alemannische Narrenring zeichnete verdiente Mitglieder mit dem Hästrägerorden aus: Alexandra Müller von den Buchhorn-Hexen, Klaus Waldheuer und Heinz Birkle vom Fanfarenzug Graf Zeppeliin sowie Sonja Pergande und Martin (Zocki) Wenk von den Seegolckeln. Die goldene Ehrennadel der Narrenzunft Seegockel erhielt Werner Schlegel für seine Verdienste und sein Engagement. Mit der silbernen Ehrennadel mit goldenem Kranz zeichnete die Zunft gleich 16 Narren für 40 Jahre Mitgliedschaft aus: Udo Herrmann, Wolfgang Merk, Markus Reinhard von den Buchhorn-Hexen, Elferrat Manfred Haas, Jürgen Graf vom Fanfarenzug Graf-Zeppelin, Rosina Krause, Monika Kugelmann, Eitel Nikschat, Andreas Veit von den Hafen-Narren, Ulrich Gussmann und Otto Eberhard vom Hauptverein, Ingrid Hendrischke und Maritha Seidel vom Pauliner-Kuckuck, Bernd Fischer und Marin Kliebenschedel von den Seegockeln und Gabi Weiss von den Seewald-Kobolden.

Bericht Schwäbische Zeitung


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